Geschichtliches zur Endersbacher Kornmühle

Im Jahr 1455 erlaubte Graf Ulrich V. von Württemberg dem Endersbacher Berthold Müller, am Ortsrand in Richtung Strümpfelbach eine neue Mühle zu bauen. Woraus Heimatforscher geschlossen haben, dass damals bereits eine ältere Mühle existiert haben muss, die untere Mühle nämlich, im Lagerbuch von 1564 als diejenige „im Flecken bei den Linden“ bezeichnet. Ein Teil der noch heute betriebenen Getreidemühle stammt aus dem frühen 17. Jahrhundert. Denn die Eiche, aus der eine der auf Sandstein ruhenden Hauptstützen gezimmert worden ist, wurde laut Hohenheimer Expertenbefund etwa im Jahr 1616 gefällt.

Jahreszahlen und Inschriften künden im Übrigen von der langen Geschichte der einstigen herzoglichen Kornmühle, die zu den ältesten Häusern des Ortes gehört. Der steinerne Türsturz etwa, auf dem sich der frühere Endersbacher Schultheiß Schwegler samt Gattin verewigt hat. Von einer Jahreszahl, die auf der Grundmauer freigelegt wurde und entweder auf das Jahr 1593 oder 1598 verweist, wird vermutet, dass sie möglicherweise an ein verheerendes Hochwasser erinnert. Seit 130 Jahren ist die Mühle im Besitz der Müllerfamilie Fischer.

 

Geschichtliches zur Endersbacher Kornmühle
Geschichtliches zur Endersbacher Fenstersturz
Geschichtliches zur Endersbacher Fenstersturz
Geschichtliches zur Endersbacher Fenstersturz
Geschichtliches zur Endersbacher Kornmühle
Geschichtliches zur Endersbacher Kornmühle